Hallo und herzlich willkommen. 

„Mehr flow für alle!” ist mein Ziel. Dieses Glossar ist ein Weg dorthin. Im Video erfahren Sie, wie ich den Weg gehe.

Im Glossar von flow in concept finden Sie wichtige Begriffe, um positive Zustände und gesunde Entwicklung selbstbestimmt zu beeinflussen. Es basiert auf meinen Recherchen in wissenschaftlichen Quellen

Das Urheberrecht liegt bei mir, Dr. Simon Sirch. Verweisen Sie auf dieses Online-Glossar, wenn Sie Textpassagen, Bilder und Videos für Ihre Zwecke nutzen.

Das Glossar wird immer wieder erweitert. Updates erfahren Sie über unsere Social-Media-Kanäle. Falls Sie mehr Wissen wollen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt.


Verzeichnis


Abwechslung

(change, variety)
Abwechslung ist eines der sechs psychologischen Bedürfnisse. Es wird erfüllt durch Veränderung, Variation und Vielfalt. Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Abwechslung lieben beispielsweise Überraschungen, gehen auf außergewöhnliche Veranstaltungen, besuchen fremde Kulturen und Regionen oder treiben aufregende Sportarten. In Maslows Modell fehlt dieses Bedürfnis. Dr. Simon Sirch begründet diese Kategorie mit Studien zum optimalen Erregungsniveau. Dazu zählen beispielsweise die Konzepte Sensation Seeking und Hochsensibilität.

Quellen: Acevedo, Aron et al. (2018), Robbins (2016), Zuckerman (1979) | → Verzeichnis


Achtsamkeit

(mindfulness)
Achtsamkeit ist nicht dasselbe wie flow! – flow ist ein positiver Bewusstseinszustand. Achtsamkeit ist (a) eine Praxis und (b) eine Qualität von Aufmerksamkeit.

  • In der Achtsamkeitspraxis stellt man sich die Aufgabe, urteilsfrei im gegenwärtigen Moment zu sein. Geläufige Übungen sind Formen der Meditation oder des Yoga. Regelmäßiges Training der Achtsamkeit verbessert nachweislich die Regulation positiver Zustände. Allerdings sehe ich es kritisch, wenn Achtsamkeit zur Ideologie erhoben wird: Etwa dann, wenn Achtsamkeitspraxis als “Allheilmittel” angepriesen oder der Wert von Beurteilungen missachtet wird.

  • Einige Techniken von flow in concept nutzen Achtsamkeit außerdem als eine Komponente von Aufmerksamkeit. Die zweite Komponente ist Bewusstheit.

Quellen: Kabat-Zinn (1982), McLeod (2001), Witt (2014) | → Verzeichnis


Aufmerksamkeit

(attention)
Aufmerksamkeit ist eine psychische Aktivität, die Sie willentlich lenken können. Wenn das gelingt, führen Sie Regie in Ihrem Bewusstsein. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit optimal bündeln, erleben Sie flow.

Die konventionelle flow-Forschung versteht Aufmerksamkeit als begrenzte psychische Energie. Ich finde das für die Praxis zu schwammig. In meinem Konzept hat Aufmerksamkeit zwei Komponenten: Achtsamkeit bezieht sich auf die Stabilität Ihrer Aufmerksamkeit. Bewusstheit bezieht sich auf deren Klarheit.

Trainieren Sie Ihre Aufmerksamkeit, wenn Sie positive Zustände und gesunde Entwicklung gezielt beeinflussen wollen. flow in concept hilft Ihnen mit Übungen und Techniken.

Quellen: Csikszentmihalyi (1978), Dormashev (2010), McLeod (2001) | → Verzeichnis


Bedürfnis

(need)
Bedürfnisse sind die tiefen Beweggründe jeder menschlichen Handlung. flow in concept geht von sechs psychologischen Bedürfnissen aus: Sicherheit, Abwechslung, Verbindung, Wichtigkeit, Wachstum und Beitrag.

Die Rangfolge Ihrer Bedürfnisse ist nicht statisch, sondern verändert sich sehr dynamisch, abhängig von Ihrem Zustand, Ihrer Lebensphase und Situation.

In der flow-Forschung werden Bedürfnisse auch „implizite Motive” genannt: Wenn Sie Ihr Top-Bedürfnis kennen und selbstbestimmt erfüllen, stiften Sie Sinn und erhöhen die Wahrscheinlichkeit von positiven Zuständen.

Quellen: Maslow (1943), Rheinberg (2010), Robbins (2016) | → Blog-Beitrag | → Verzeichnis


Beitrag

(contribution)
Beitrag ist eines von sechs psychologischen Bedürfnissen. Es wird erfüllt durch die reine Fürsorge für Andere und den selbstlosen Einsatz für etwas, das größer ist als man selbst. Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Beitrag dienen freiwillig und von Herzen. Zum Beispiel, indem sie mit Hingabe für etwas arbeiten, das über sie selbst hinausgeht – etwa für ein Unternehmen, für das Wohl aller Menschen oder für zukünftige Generationen. Diese Form von Beitrag ist gleichbedeutend mit Maslow’s „self-transcendence”.

Quellen: Maslow (1962), Koltko-Rivera (2006), Robbins (2016) | → Verzeichnis


Bewusstsein

(consciousness)
Ihr Bewusstsein ist Ihr „innerer Bildschirm”. Der Film, der auf diesem Bildschirm läuft, ist Ihr Erleben. Die Regie in diesem Film hat alles, was Ihre Aufmerksamkeit lenkt und ablenkt. Inwieweit Sie selbst Regie führen, ist abhängig von Ihrer Ich-Entwicklung.

Inhalte des Bewusstseins sind Wahrnehmungen, Empfindungen, innere Bilder, Emotionen und Gedanken. Je nach Zustand und Ebene ist ihr Bewusstsein enger oder weiter, voller oder leerer, bewegter oder ruhiger, geordneter oder chaotischer, starrer oder flexibler.

Quellen: Csikszentmihalyi (1978), Vaitl (2012), Wilber (1997) | → Verzeichnis


Bewusstseinszustand

flow ist ein natürlicher, aber außergewöhnlicher Zustand.

(state of consciousness)
Ihr Bewusstsein ist immer in einem Zustand – egal, ob Ihnen das bewusst ist oder nicht. Viele Menschen erleben Bewusstseinszustände wie Stress, Langeweile, oder flow, aber erkennen sie nicht. Wenn Sie Ihren Zustand erkennen, können Sie ihn auch verändern und trainieren.

Bewusstseinszustände sind vorübergehend und dynamisch, aber trotzdem beeinflussbar. Sie können selbstbestimmt die Wahrscheinlichkeit von positiven Zuständen erhöhen. flow in concept hilft dabei.

Zustände schließen sich gegenseitig aus. Das heißt, wenn Sie in einem Zustand sind, können Sie nicht gleichzeitig einen anderen Zustand erleben. Sie können nicht zugleich depressiv und im flow sein.

Ich unterscheide Zustände nach fünf Kriterien, die miteinander kombiniert werden können:  

  • positiv/negativ: Langeweile und Disstress zum Beispiel werden negativ erlebt.  flow und Eustress sind positive Erlebnisse.

  • natürlich/künstlich: Natürliche Zustände wie flow, Wachheit oder Tiefschlaf benötigen keine äußeren Substanzen. Eine Narkose oder ein Drogenrausch wird dagegen künstlich hergestellt. 

  • außergewöhnlich/gewöhnlich: Zu den außergewöhnlichen bzw. veränderten Zuständen zählen flow, aber auch Trance oder Nahtoderfahrungen. Zu den gewöhnlichen bzw. normalen Zuständen zählen zum Beispiel der Traumzustand – und bei manchem Menschen auch der Stress ;)

  • tief/flach: Die Intensität von Zuständen kann unterschiedlich ausgeprägt sein: Zum Beispiel unterscheide ich die starken „deep flow”-Zustände von den eher oberflächlichen und unbemerkten Momenten des „micro flow” oder „shallow flow”.

  • gesund/ungesund: Dieses Kriterium berücksichtigt die ethische Dimension: Warum und wozu werden Bewusstseinszustände beeinflusst? Streben Sie nach bestimmten Zuständen, weil Sie der Welt entfliehen wollen (z.B. bei Spielsucht, exzessivem Sporttreiben), oder für gesunde Entwicklung

flow in concept befasst sich mit der gesunden Herbeiführung und Nutzung natürlicher Bewusstseinszustände, die positiv erlebt werden. Wir machen außergewöhnliche Zustände zur Gewohnheit.

Quellen: Ingersoll (2010), Vaitl (2012), Wilber (2017) | → Verzeichnis


Entwicklung, gesunde

(healthy development)
Gesunde Entwicklung ist die positive Veränderung über einen Zeitraum. Positive Veränderung zeigt sich bei Menschen und Organisationen an stabileren Strukturen und flexibleren Prozessen. Je gesünder die Entwicklung, desto höher die Wahrscheinlichkeit für positive Zustände.

Gesunde Entwicklung umfasst sowohl Lernen als auch Transformation: Lernen erkennt man am Zuwachs von Kenntnissen und Fähigkeiten in einem Bereich, zum Beispiel im Bereich Fachkompetenz oder Selbstkompetenz. Man nennt das horizontale Entwicklung oder Translation.

Im Unterschied dazu zeigt sich Transformation in der Zunahme von Perspektiven und Aufmerksamkeit sowie an der Fähigkeit, mehr zu integrieren und zu beeinflussen. In dieser vertikalen Entwicklung bewegt Ihre gesamte Sichtweise auf die nächste Ebene. Transformation ist kraftvoller als Lernen und heute wichtiger – und einfacher – als je zuvor.

Widerstand gegen Entwicklung ist normal und hat verschiedene Gründe: Leichte Ablenkbarkeit, geringe Anpassungsfähigkeit, mangelnde Anstrengungsbereitschaft und übermäßige Angst. Mein Interesse gilt der Dynamik hinter diesen Gründen und dem konstruktiven Umgang damit.

Mit flow in concept konzentriere ich mich auf die gesunde Entwicklung der Selbst- und Sozialkompetenz mit dem Ziel der selbstbestimmten Transformation durch positive Erlebnisse.

Quellen: Binder (2016), Cook-Greuter & Soulen (2007), Wilber (2000) | → Verzeichnis


flow-Zustand

(flow state, flow experience)
flow-Erleben ist einer von drei positiven Bewusstseinszuständen im Konzept von Dr. Simon Sirch. Im tiefen flow-Zustand erleben Menschen völlige Klarheit, hohe Flexibilität und ein starkes Gefühl der Selbstwirksamkeit. Im flow gehen sogar objektiv anstrengende Tätigkeiten leicht von der Hand. flow kann auch als „shared flow” in Teams erlebt werden.

Das Wort “flow” erfährt eine Inflation. flow in concept klärt auf. Zum Beispiel im  Blog .

Das Wort “flow” erfährt eine Inflation. flow in concept klärt auf. Zum Beispiel im Blog.

In der klassischen flow-Forschung nach Mihalyi Csikszentmihalyi wird der Bewusstseinszustand flow durch sechs Merkmale beschrieben: Intensive und fokussierte Konzentration auf die Tätigkeit; Verschmelzung von Handlung und Bewusstheit; Verlust des reflexiven Ich; „Gefühl” der Kontrolle über das eigene Tun; die Tätigkeit an sich wird als lohnend erlebt und die Zeitwahrnehmung ist verzerrt. Neuere Forschungen konzipieren flow als nondualen Zustand zwischen peak performance und peak experience.

Quellen: Csikszentmihalyi (1975), Nakamura & Csikszentmihalyi (2002), Privette (1983) | Blog-Beitrag | → Verzeichnis


Gehirn

(brain)
Die Aktivität des Gehirns ändert sich mit dem Bewusstseinszustand. Das Gehirn ist ein Organ des Körpers, das Bewusstsein gehört zur Psyche. Das ist ein Unterschied, der oft übersehen wird.

Im flow-Zustand zeigen sich interessante Veränderungen im Gehirn.

Bei positiven Bewusstseinszuständen zeigt sich im Gehirn eine vorübergehende Abnahme der Aktivität im präfrontalen Kortex, dem „Sitz des Grübelns” und der rationalen Kontrolle. Im flow-Zustand verringert sich die Aktivität der Amygdala, dem „Angstzentrum” des Gehirns. Stattdessen verstärkt sich die Aktivität im unteren frontalen Gyrus – ein Hinweis auf gesteigertes Selbstvertrauen und erlebte Kontrolle.

Im flow zeigen Messungen zudem eine Synchronisation der elektrischen alpha-Wellen: ein Hinweis auf optimales Erleben oder auf „Harmonie im Bewusstsein”.

Quellen: Dietrich & Al-Shawaf (2018), Lopata et al. (2017), Ulrich et al. (2014) | → Verzeichnis


Glück

(happiness)
flow ist „das Geheimnis des Glücks”. Das stimmt nur teilweise. In Anlehnung an die neuere psychologische Forschung unterscheide ich drei Ebenen des Glücks:

  • Glück als Spaß – nach dem Motto: „Ich bin glücklich, wenn ich Spaß habe”. Auf dieser Ebene streben Menschen nach möglichst vielen lustvollen Erlebnissen und angenehmen Emotionen.

  • Glück als Engagement in herausfordernden Aktivitäten – nach dem Motto: „Ich bin glücklich bei Tätigkeiten, die meine Fähigkeiten fordern und in die ich völlig eintauchen kann”. Auf dieser Ebene streben Menschen nach positiven Zuständen bei ausgewählten Tätigkeiten, z.B. im Beruf oder Hobby.

  • Glück als größerer Sinn – nach dem Motto: „Ich bin glücklich, wenn ich meinen Lebenssinn erkenne und zum Wohle anderer verwirkliche”. Auf dieser Ebene streben Menschen danach, ihr Leben in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und für andere Sinn zu stiften.

Jede Ebene hat Vorteile und Probleme. Je mehr Sie die Ebenen miteinander verweben, desto höher ist Ihre Lebenszufriedenheit.

Quellen: Csikszentmihalyi (1992), Peterson et al. (2005), Seligman (2002) | → Verzeichnis


Langeweile

(boredom)
Langeweile ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, der negativ erlebt wird. Kennzeichen von Langeweile sind eine unerfüllte Sehnsucht und zugleich die Unfähigkeit, diese Sehnsucht durch eigenes Engagement zu erfüllen.

Bei Langeweile sind Sie unfähig, Ihre Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was Ihnen bei der Erfüllung Ihrer Wünsche und Bedürfnisse hilft. Stattdessen halten Sie den Fokus starr auf dem, was fehlt, und übernehmen keine Verantwortung für Ihre Langeweile.

Langeweile kann langfristig zum Boreout-Syndrom führen. Anzeichen von Boreout im Job sind chronische Langeweile, das Gefühl der Sinnlosigkeit und ein unerfülltes Bedürfnis nach Wachstum in der Arbeit.

Ich unterscheide Langeweile vom Tagträumen: Tagträumen ist ein neutral erlebter Bewusstseinszustand, Langeweile wird per Definition negativ erlebt.

Quellen: Eastwood et al. (2012), Goldberg et al. (2011), Vogel-Walcutt et al. (2012) | → Blog-Beitrag | → Verzeichnis


Paralleler Modus

(Parallel Mode, Parallel Processing Mode, PPM)
Der Parallele Modus ist eine Technik zur Herbeiführung von flow-Zuständen im Sport. Der Parallele Modus wurde von unserem Netzwerkpartner Scott A. Ford aus den USA ursprünglich fürs Tennis entwickelt. Im deutschsprachigen Raum übersetze ich den Parallelen Modus auf andere Sportarten, zum Beispiel auf das Mountainbiking, das Trailrunning oder das Dart-Spiel.

Die Technik basiert auf der gezielten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf zwei parallele visuelle Informationsquellen. In meiner EEG-gestützten Evaluation zeigt sich im Parallelen Modus eine eine erhöhte Alpha-Synchronisation und insgesamt eine Beruhigung der elektrischen Erregung im Gehirn. Athleten, die den Parallelen Modus trainieren, berichten vom willentlichen Eintritt in den flow-Zustand — per Entscheidung, nicht per Zufall.

Quellen: Ford (2016), Moran et al. (2016), Verghese (2001) | → Blog-Beitrag | → Verzeichnis


Peak experience

(Zustand der Gipfelerfahrung)
Peak experience ist ein positiver Bewusstseinszustand, in dem Menschen sehr offen und empfänglich für neue Erfahrungen sind. Peak experience zählt zu den drei prototypischen Erlebnissen im Konzept von flow in concept, neben peak performance und flow.

Sie erleben eine Form von peak experience, wenn Sie sich zum Beispiel durch eine Naturlandschaft oder ein schönes Konzert berühren lassen. Manche Menschen erleben spontane Gipfelerfahrungen auch in der Meditation oder wenn sie jemandem tief zuhören.

Die wissenschaftliche Forschung zu Gipfelerfahrungen wurde von Abraham Maslow begründet. Laut Maslow können Sie die Wahrscheinlichkeit von peak experiences durch Übungen und Techniken deutlich erhöhen. Das sehe ich auch so :)

Quellen: Lanier et al. (1996), Maslow (1962), McDonald et al. (2009) | → Verzeichnis


Peak performance

(Zustand der Höchstleistung)
Peak performance ist ein positiver Bewusstseinszustand, in dem ein Mensch persönliche Höchstleistung erbringt. Peak performance zählt zu den drei prototypischen Erlebnissen im Konzept von flow in concept, neben peak experience und flow.

Sie erleben eine Form von peak performance, wenn Sie überragend funktionieren, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. In diesem Zustand erbringen Sie Ihre maximale Leistung. Viele Menschen erleben Höchstleistungszustände in der Arbeit oder beim Sporttreiben.

Im Business, im Sport, und sogar in der Wissenschaft werden flow und peak performance oft verwechselt. Das kann fatale Folgen haben, zum Beispiel Burnout.

Quellen: Harmison (2006), Privette & Bundrick (1997), Thornton et al. (1999) | → Verzeichnis


Positives Erlebnis

(positive experience)
Was Menschen direkt motiviert, sind positive Erlebnisse – das heißt: Bewusstseinszustände, die positiv erlebt werden. Sie sind in einem positiven Zustand, wenn Sie selbst und sofort etwas Sinnstiftendes tun oder empfangen können. Das ist die kürzeste und vollständigste Definition eines positiven Zustands.

Ich unterscheide drei prototypische positive Erlebnisse: peak performance (Höchstleistung), peak experience (Gipfelerfahrung) und flow. Das Prinzip für die Einleitung und Aufrechterhaltung positiver Zustände ist die Bündelung von Aufmerksamkeit.

Sie können positive Zustände selbstbestimmt herbeiführen und für gesunde Entwicklung nutzen: zum Beispiel durch Techniken wie den Parallelen Modus oder das Transformative Framework.

Quellen: Csikszentmihalyi (1975), Privette (1983), Maslow (1962) | → Verzeichnis


Sensation Seeking

Menschen mit diesem Persönlichkeitsmerkmal streben nach Sinneseindrücken und Zuständen, die abwechslungsreich, neuartig, komplex oder intensiv sind. Sensation Seeking hat vier Dimensionen: die Suche nach Nervenkitzel und Abenteuer („Thrill and Adventure Seeking”; z.B. im Risikosport), Erlebnissuche ("Experience Seeking"; z.B. durch Kunst und Reisen), Enthemmung („Disinhibition"; z.B. durch Alkoholkonsum) und Anfälligkeit für Langeweile ("Boredom susceptibility"; z.B. in reizarmen Situationen). Je nach Ausprägung sind Sensation Seeker dazu bereit, körperliche, soziale, rechtliche und finanzielle Risiken einzugehen.

Quellen: Zuckerman (1979), Zuckerman (2007) | → Verzeichnis


Sicherheit

(certainty, safety)
Sicherheit ist eines der sechs psychologischen Bedürfnisse. Sicherheit wird erfüllt durch Gewissheit, Stabilität und Konstanz. Menschen haben das Bedürfnis, dass bestimmte Dinge bleiben. Sie vergewissern sich zum Beispiel durch einen festen Job und ein sicheres Einkommen, durch Verträge und Versicherungen, durch loyale Freundschaften, durch transparente Kommunikation, durch den Rat von Experten oder durch wissenschaftliche Nachweise. Maslow spricht bei diesem Bedürfnis von „safety needs”.

Quellen: Maslow (1943), von Cube (1990), Robbins (2016) | → Verzeichnis


Stellschrauben

(adjustment screws)
„Stellschrauben” sind im bei flow in concept die beeinflussbaren Bedingungen für flow und andere positive Zustände.

Stellschrauben lassen sich aktiv und selbstbestimmt mit „Werkzeugen” einstellen – also mit konkreten Techniken und Übungen, die an unterschiedlichen Bereichen ansetzen: am Mindset, am Körper, an der Beziehung und an der Situation.

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Transformatives Framework

(Transformative Framework, TF)
Eine Serie von sieben Entscheidungen zur Herbeiführung positiver Zustände.

Das Transformative Framework ermöglicht es Ihnen, Ihren Bewusstseinszustand selbstbestimmt zu beeinflussen und für gesunde Entwicklung zu nutzen – unabhängig von Ihrer Aufgabenstellung und Tätigkeit.

Das TF besteht aus einer Abfolge von Ja/Nein-Fragen, die Sie in jedem Moment anwenden können. Es umfasst alle wesentlichen Stellschrauben für flow, peak performance und peak experience. Die zentralen Schritte heißen: Ausrichtung, Anfeuern, Abstimmung, Aktivierung und Ausführung.

Verzeichnis | Seminar “flow in business”


Verbindung

(connection)
Verbindung ist eines der sechs psychologischen Bedürfnisse. Es wird erfüllt durch Kommunikation, durch den engen Kontakt mit Menschen oder anderen Lebewesen und durch intime Liebesbeziehungen. Menschen suchen von Geburt an nach lebendiger Verbindung und Liebe. Sie zeigen das, indem sie langfristige Partnerschaften eingehen, Körperkontakt aufnehmen oder bedingungslos füreinander da sind. Verbindung und Liebe sind bei Maslow die „belongingness and love needs”.

Quellen: Maslow (1943), McClelland et al. (1989), Robbins (2016) | → Verzeichnis


Wachstum

(personal growth)
Wachstum ist eines von sechs psychologischen Bedürfnissen. Es wird erfüllt durch die Erweiterung der eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten (horizontales Wachstum) und durch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit (vertikales Wachstum bzw. Ich-Entwicklung). Menschen mit diesem Bedürfnis wollen zum Besten werden, was sie sein können. Sie arbeiten an der Entfaltung ihres Potenzials, um ihr authentische Selbst zu verwirklichen – und zwar immer wieder aufs Neue. Bei Maslow heißt dieses Bedürfnis „self-actualization”.

Quellen: Maslow (1943), Maslow (1962), Robbins (2016) | → Verzeichnis


Wichtigkeit

(esteem, significance)
Wichtigkeit ist eines der sechs psychologischen Bedürfnisse. Es wird erfüllt durch Abgrenzung, Anerkennung und Wertschätzung. Menschen finden die Bestätigung ihrer Bedeutsamkeit und Einzigartigkeit in Lob oder Dank von wichtigen Personen (z.B. von Vorgesetzten), in Auszeichnungen, in Jobtiteln und Dienstgraden, in Statussymbolen, aber auch im erfolgreichen Vergleich mit Anderen (z.B. beim Wettkampfsport). Maslow nennt diese Kategorie „esteem needs”.

Quellen: Di Domenico & Fournier (2017), Maslow (1943), Robbins (2016) | → Verzeichnis


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